Kein Bock mehr.

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Ohne groß zu lamentieren, sondern einzig für jene, die sich vielleicht doch fragen: Kommt hier noch mal was?

Nein, vorerst nicht.

Herzlichen Dank an alle, die an den Algorithmen im Netz vorbei doch ab und an einen Weg hierher gefunden haben.

Thomas

 

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40 Gedanken zu “Kein Bock mehr.

  1. Hallo Thomas,

    diese Entscheidung deinerseits bedauere ich sehr (auch wenn ich sie nachvollziehen kann). Dein Blog war (und wird hoffentlich irgendwann einmal) ein Ort des intellektuellen Inputs, des Perspektivwechsels und der Inspiration.
    Auch ich muss mich da an die eigene Nase fassen, der Austausch und das Kommentieren/Verlinken kommt bei mir immer wieder zu kurz. Aber die Dinge, über die wir uns ausgetauscht haben, waren für mich stets eine Bereicherung.

    Hoffentlich gibts bald ein Comeback – mich würde das sehr freuen.

    Beste Grüße,
    Marius

    • Herzlichen Dank für dein Kompliment. Ich muss dazu sagen, dass nicht die Resonanz hier mich zu diesem Schritt bewegt hat. Vielmehr, wie ich schon in anderen Kommentaren schrieb, nehme ich in meiner Blase ein Vakuum war, das mir nicht behagt, ja mich verdrießt. Es breitet sich eine Saturiertheit an Inspiration, Anregung und Gedankenspiel aus. Aber vielleicht bin auch einfach nur ein zu alter, weißer Mann geworden.

    • Vielleicht auch ein alter und weiser Mann … Ich hoffe der Diskurs kehr wieder zurück.

      Dir wünsche ich auf alle Fälle, dass die freigewordene Zeit dich wieder inspirieren kann.

  2. Tschuß, machs gut. Die Netzmüdigkeit, die aus allen digitalen Poren kriecht, auch ich bemerke sie – nicht zuletzt bei mir selbst.
    Sind da die in der Summe postfaktischen Fakten zu hart gewesen?

  3. Ich werde Deine Beiträge sehr vermissen. Aber ich kann es verstehen, dass „die Luft raus ist“, sich das Leben um andere Dinge dreht. Ich wünsche Dir alles Gute und würde mich über ein Comeback sehr freuen. Viele Grüße

  4. sChade, dass du das an nachlassender Interaktion festmachst. Ich habe zur Zeit mir fest vorgenommen, selbst mehr zu kommentieren. Dies trägt langsam Früchte.
    Viel Erfolg weiterhin!
    LG
    Ulrike

    • Danke. Mit fehlender Interaktion meinte ich nicht Kommentare auf dem Blog. Das wäre naiv und ist glaube ich für jeden, der eine Zeit lang bloggt, offensichtlich, dass man hier nur mit einem sehr kleinen, aber dafür feinen Kreis an Lesern interagiert. Ich war fast immer sehr angetan von der Qualität der Reaktionen auf dem Blog.

      Interaktion vermisse ich in der Netzgemeinde. Immer weniger Austausch unter immer weniger Personen, gemeinsame Themen werden kaum noch gefunden und leidenschaftlich behandelt, auf interessante Beiträge nur noch selten verwiesen bzw. geteilt etc.

      Man merkt m. E., dass die Netzcommunity mit ihren Möglichkeiten deutlich ermüdet bzw. übersättigt ist und seit einiger Zeit die Hypekurve deutlich nach unten fällt.

      Ich wage mal zu prognostizieren, dass es in den nächsten Jahren eine wachsende Rückkehr zu den linearen, traditionellen Medien (Zeitung, Radio, TV) geben wird, auf die man sich dankbar als vorauswählende Fenster in die Welt beschränkt.

  5. Als Steigerung für „Kein Bock mehr“ habe ich schon mal gehört „Keine Böcke mehr“.
    Halt Dich saftig! :-)

  6. Huch, dachte ich eben, das kommt hopplahopp. Spontan und fest entschlossen. Nun gut, dann wünsche ich Dir eine gute Auszeit und vielleicht liest man sich ja demnächst mal wieder. Liebe Grüße!

    • Weniger war es ein Ärgernis, sondern ein wachsender Überdruss. Der resultiert u. a. aus sinkender Interaktion im Netz, die wohl einerseits technisch bedingt ist, aber auch einer wachsenden Müdigkeit der User zuzuschreiben. Hinzu kommen immer mehr trotzige und nachtragende Empfindlichkeiten, Humorlosigkeit und nachlassende Inspiration.

    • Verstehe. Ich weiß nicht, ob Dich das „tröstet“, aber ich stelle auch nachlassende Interaktionen fest in meinem Blog. Einerseits denke ich, hat es damit zu tun, dass es in den Sommer hinein geht, vielleicht auch Müdigkeit der Leser/innen (durchaus möglich).
      Was ich außerdem festgestellt habe, ist, dass es ein vermehrtes Aufkommen von Bloggern/innen gibt, die gleichzeitig twittern und noch auf anderen Plattformen gleichzeitig agieren. Ich denke, das mindert einerseits „den Einsatz“, weil es einfach zu viele Orte sind, an denen gleichzeitig agiert wird, eine Überforderung von Leser/innen und Schreibern/innen.

      Ich verstehe Dein Bedürfnis nach Auszeit sehr gut, nicht nur wegen der angeführten Punkte. Ich glaube, jede/r hier, der dauerhaft bloggt, kennt diese zwischenzeitlichen Phasen/Punkte, wo sich diese Auszeit quasi als notwendiger Punkt (auch zum Kraft-/Atem holen, Auftanken, Erholen, neu positionieren etcpp.) erweist.
      Insofern – lass es Dir gut gehen. Ich behalte Dich weiterhin abbonniert, wenn Du also wieder etwas schreibst, finde ich Dich im Reader.
      Alles Gute! Liebe Grüße und beste Wünsche.

  7. Halt! Hiergeblieben! Habe Dich doch gerade erst entdeckt. Soviele lesenswerte Texte in Deinem Blog, da kann ich gar nicht glauben, dass es das nun war. Wünsche auch, dass es „nur“ eine Verschnaufpause ist. Kann gut verstehen, wenn das mit den algorithmisierten und zweidimenasionalen Glasfronten auch wenig Spaß macht. Ich kann nur dagegenhalten: Dein Blog ist sehr lesenwert und hält was er verspricht. Prädikat wertvoll. Schöne Somerferien. Im Herbst dann wieder?! beste Grüße Clemens

    • gerade aus Triest zurück: Deswegen jetzt erst meine Reaktion. Nur soviel: Italo Svevo hat seine ersten beiden Bücher im Selbstverlag rausgebracht, das eine verkaufte sich einmal, das andere siebenmal – erst die Freundschaft mit Joyce brachte ihn wieder auf die Literaturstraße zurück.

      Nur soviel: Im Abseits zu stehen, sich irgendwie irgendwo zu fühlen – so geht es mir im Netz ständig. Das entmutigt immer wieder. Aber umgekehrt: Wenn alle das gleiche machen- ist es mit dem, was alle gleich macht, wie mir einer mittelmäßigen Packung Nudeln aus dem Supermarkt. Ich kann nur empfehlen: Drei/vier Tage Triest: Tolle Stadt, historisch beladen, und die damals abseitig waren, Joyce und Svevo, sind heute die stummen aber mächtigen Helden dort.

      Umgekehrt: Ich will Dir keinesfalls von einer kleinen oder größeren Pause abraten. Auch mal leer werden, um besser gefüllt werden zu können. (Was mir Triest erzählt hat: die anderen, wer immer die anderen sind, ob Slovenen, Italiener oder Kroaten – sie irren auch … aber sie machen wenigstens ihre Nudeln selbst. und die schmecken sogar anders. Gar nicht abwegig. /und trotzdem ein Geheimnis)

      Beste Grüße Clemens

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