Die Zukunft des Buchhandels: bei Osiander in die Lehre gehen.

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Bildquelle: ink eats man

Wer meinen Beitrag „Umdenken muss der stationäre Handel – nicht der Kunde von Amazon“ gelesen hat, wird sich jetzt vielleicht etwas wundern. Dort bin ich nämlich mit Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und einer von drei Geschäftsführern der Buchhandelskette „Osiander“  hart ins Gericht gegangen. Seine unterschwellige Botschaft an den Buchhandel war mir zu rückgewandt. Sie repräsentiert für mich eine antiquierte, ritterliche Haltung, die im Markt nur verlieren kann, da sie einzig mit einem Feindbild argumentiert: Wir sind die Guten und die Online-Händler die Bösen. Und das würden die Kunden mehr und mehr auch merken.

Vor kurzem bin ich dann auf ein Interview mit seinem Neffen Christian Riethmüller aufmerksam geworden. Er ist in dem traditionsreichen Familienbetrieb ebenfalls Geschäftsführer. Seine ausführlichen Antworten auf die Fragen zu den Herausforderungen des zukünftigen Buchhandels vermitteln mir eine fast diametrale Haltung. Das Interview dokumentiert mir aber auch, dass man immer den Kontext erweitern muss, um einzelne Aspekte besser  bewerten zu können. Das ausführliche und kritische Gespräch führte Alexander Graf (Kassenzone) mit ihm.

Jedem, der im stationären Buchhandel seine Zukunft sieht, kann ich nur empfehlen, sich diese knapp 24 Minuten anzuschauen.

Danke, so muss man meines Erachtens im Buchhandel denken. Dann klappt´s auch mit der Zukunft.

Hier gleich der Link zur sehr gut bewerteten App von Osiander.