Was, wenn das Netz nicht Spiegelbild unserer Gesellschaft ist, sondern Röntgenbild?

kobek

Es ist wirklich ein grottenschlecht geschriebener Roman – wie der Autor selbst ankündigt – , aber man sollte ihn unbedingt lesen. Zumindest dann, wenn man etwas über die aktuelle Befindlichkeit der USA erfahren möchte, man begreifen will, warum sich aus der „kalifornische Ideologie“ der High-Tech Elite, geboren aus Ayn Rands kruder Philosophie des „Objektivismus“, eine verheerende, bigotte Weltanschauung bildete, und wenn man derzeit ratlos ist, wie es mit diesem Internet eigentlich weitergehen soll.

Letzteres beantwortet der Amerikaner Jarett Kobek in seinem Roman „Ich hasse das Internet“ zwar nicht fortschrittlich, doch er bietet uns eine überzeugend gnadenlose „disruptive Technologie“ an:

„Büchermenschen waren die Einzigen mit dem nötigen Rüstzeug, um dem Elend des Internets zu widerstehen! Büchermenschen sind die Einzigen, die halbwegs interessant gegen das Internet angehen können.“     Weiterlesen