Ich wähle diesmal nicht! Weil ich mir mehr Demokratie wünsche.

Gegen-Wahlen

Seit einiger Zeit festigt sich mein Entschluss, meine Wahlfreiheit auszuüben und im September nicht zu wählen. Ich schließe mich damit der wachsenden Gruppe der Nichtwähler an. Nein, es ist nicht wachsende Politikverdrossenheit. Im Gegenteil. Je intensiver ich mich politischen Themen widme, desto stärker wächst mein Unbehagen über das Wahlspektrum und die Suche danach, wie ich mir eine deutlich repräsentativere Demokratie wünsche.

Nichtwähler_bei_Bundestagswahlen_seit_1949

Quelle: Wikipedia auf Bild klicken

In den vergangenen Wochen habe ich meine Entscheidung, nicht zu wählen, auch ab und an in den sozialen Medien kundgetan. Die Reaktionen – oder soll man besser sagen: die Reflexe – waren erwartungsgemäß. Von seufzender Zustimmung bis hin zu „Find ich scheiße.“ oder „Nichtwähler sind die, die uns eines Tages in die Scheiße reiten.

Sonderlich konstruktiv waren die meisten Kommentare nicht. Vielmehr bestätigten sie ein traditionell gewachsenes Phänomen, das David Van Reybrouk, belgischer Historiker und Autor, in seinem Buch „Gegen Wahlen“ als Wahl-Fundamentalismus bezeichnet.

„Wahlfundamentalismus ist der unerschütterliche Glaube, dass keine Demokratie ohne Wahlen denkbar ist, dass Wahlen die notwendige, konstitutive Bedingung sind, um von einer Demokratie sprechen zu können.“

Wobei hier die Wahlen von Volksvertretern zu verstehen sind, nicht die Abstimmung über politische Entscheidungen. Letztere sind selbstverständlich wesentlicher Bestandteil einer Demokratie.

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Besichtigung einer besonderen Lebenswürdigkeit: Zuhause

zuhause

„Das Zuhause ist kein Paradies, aus dem wir vertrieben wurden. Dieses Paradies hat nie existiert. Sich ein Zuhause zu suchen bedeutete nicht, nach einer besseren Stadt Ausschau zu halten, nach einem schöneren Landstrich, einem anderen Land. Sich ein Zuhause zu suchen bedeutet, einen Ort in der Welt zu finden, an dem wir ankommen – und dieser Ort wird zuallererst ein innerer Ort sein, ein Ort, den wir uns erarbeiten müssen.“

Als ich vor einiger Zeit dieses Zitat aus dem Essay „Zuhause“ von Daniel Schreiber auf Facebook veröffentlichte, bekam es jede Menge „gelikte“ Zustimmung, aber auch einige kritische Kommentare mit dem Tenor, dies sei doch ein hohler Gemeinplatz in der Tonalität eines Kalenderspruchs. Auch dieses Urteil mag ich jedem Einzelnen zugestehen. Denn wenn mir der feinsinnige essayistische Versuch Daniel Schreibers, die vielstimmigen Vorstellungen über den Begriff „Zuhause“ zu harmonisieren, etwas verdeutlichte, dann, dass dies nicht gelingt und es über die Konnotationen des Wortes „Zuhause“ kaum ein Konsens gibt.

Daniel Schreiber, Kunstkritiker und heute überwiegend in Berlin lebend, erhielt für sein 2014 erschienenen Essay „Nüchtern. Über das Trinken und das Glück“ viel begeisterte Resonanz. Schreibend näherte er sich damals seiner eigenen „Ernüchterung“ an und bot offenbar vielen einen Anlass über den eigenen Alkoholgebrauch und dessen gesellschaftlicher Ambivalenz nachzudenken. Ab und an nörgelte einer, er schreibe zu seicht und manche fanden ihn zu missionarisch, was damals auch als einziges in einer ansonsten begeisterten Kritik in der Zeit angemerkt wurde:

„Daniel Schreibers harsche Kritik an der in puncto Alkohol verlogenen deutschen Gesellschaft ist diskussionsfähig, sein mitunter ein klein wenig missionarisches Lob der Abstinenz wohl nicht die stärkste Seite von Nüchtern.“

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Oje, Kritiker! Diese eitle, miesepetrige Zunft.

Kritik_Ueben

Man kann A. O. Scotts „Kritik üben – Die Kunst des feinen Urteils“, übersetzt von Martin Pfeiffer, als Plädoyer für eine professionelle Kritik lesen, als Verteidigung eines Berufsstandes, dem gemeinhin mehr Eitelkeit als Hingabe, Hybris statt differenzierte Erkenntnis zugesprochen wird. Man findet dann allerhand aufklärendes, selbstkritisches und nützliches Wissen über das Wesen des Kritikers und auch der Kritik. Das scheint auch immer mal wieder berechtigt, wenn das Image des selbstgefälligen Nörglers wieder die Oberhand in der öffentlichen Wahrnehmung gewinnt.

Dieses miese Bild des Kritikers, das besonders gerne von denen gepflegt wird, welche die Anstrengung des künstlerischen Schaffens und der daraus resultierenden Früchte der Arbeit verklären, beschreibt A. O. Scott an einer Stelle so:

„Er ruiniert anderen Menschen die Arbeit und verdirbt ihnen den Spaß, wie die Ameise beim Picknick oder der Käfer auf dem Baumwollfeld.“

Man kann jedoch das Buch auch zum Anlass nehmen, um über zwei übergeordnete Dinge zu reflektieren. Zum einen über die Relevanz von Kritik überhaupt. Und zum zweiten über die Verklärung ihres Gegenstandes, also der Kunst und derer, die sie schaffen.

Vielen beleidigten Reaktionen auf schlechte Kritiken oder gar Verrissen geht ein entscheidendes Missverständnis voraus: zu glauben, Kritiker und Künstler behandelten den gleichen Gegenstand und hätten dazu die gleiche Brille auf. Sobald ein künstlerisches Werk die Stätte der Herstellung verlassen hat und sich der Rezeption stellt, gehört es nicht mehr allein dem Künstler. Seine Intentionen sind da nur noch Reflexionen von vielen. Bezüglich der Literatur hat Marcel Reich-Ranicki ein schönes Bonmot formuliert:

„Die meisten Schriftsteller verstehen von der Literatur nicht mehr als die Vögel von der Ornithologie.“ Weiterlesen

Ein lebensmüdes Lächeln macht frei

LebenMehr

Seltene Begegnung: Literatur, die sich mit großem Respekt und beeindruckendem Einfühlungsvermögen dem hohen Alter widmet. Der Kanadierin Jocelyne Saucier gelingt das mit ihrem feinsinnigen Roman „Ein Leben mehr“, übersetzt von Sonja Fink, in dem sie sich auch der Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben und Tod widmet. Spontan fallen mir nur wenige Romane ein, in denen Alte die Hauptfiguren sind, die dem Leben noch etwas abgewinnen und dem Tode kraftvoll trotzen. Allen voran Hemingways „Der alte Mann und das Meer.“

Gewohnt sind wir skurrile Geschichten über agile Alte oder Figuren im gesegneten Alter, die auf ihre fachliche Kompetenz als alter Kommissar oder weiser Professor beschränkt werden, doch letztlich emotional bedürfnislos und asexuell bleiben. Oder die klassischen Alter Ego Geschichten von alten Autoren, die sich in wehmütigen Rückblicken, demütigen Lebensbilanzen und großväterlicher Larmoyanz über die Vergänglichkeit der Jugend suhlen.

Jocelyne Saucier setzt dagegen die Geschichte von der Erfüllung des rousseauschen Traums dreier alter Männer, die sich in die Wälder Kanadas zurückgezogen haben, um dort nicht ihr Glück zu finden, sondern ihre Freiheit zurückzugewinnen. Weiterlesen

Aufbruch aus der Heile-heile-Gänsje-Gesellschaft

Strenger

„Die meisten Europäer, so meine These, sind nicht mehr in der Lage, für ihre Kultur substanziellere Argumente hervorzubringen als die Effizienz der Volkswirtschaften und den politischen und sozialen Frieden, … .Wenn jedoch die Fähigkeit verloren geht, die eigene Lebensform und ihre Werte argumentativ zu verteidigen, ist der Weg frei für rückwärtsgewandte Rechtsparteien,…“

schreibt Carlo Strenger in seinem 2015 erstmals auf Deutsch erschienen Essay „Zivilisierte Verachtung“ – Ein Anleitung zur Verteidigung unserer Freiheit. Der geborene Schweizer ist Philosoph, lebt und lehrt heute in Tel Aviv.

Aufklärung wurde und wird von vielen als ein Elitenphänomen betrachtet, dass sich aufgrund der Ereignisse im 20. Jahrhundert selbst diskreditiert hätte. So, wie heute ständig eine (neo)liberale Haltung verantwortlich für alle sozialen Verwerfungen in der Gesellschaft gemacht wird, wurde den Intentionen der Aufklärung das grauenvolle Desaster der Welt vor 1945 angelastet (Bekannteste Vertreter Adorno, Horkheimer). Carlos Strenger erkennt hier die Geburtsstunde der politischen Korrektheit. Der Westen hätte jetzt Buße zu leisten und „jede Lebensform und jeden Glauben zu respektieren“. Dies sei nun aber eine „groteske Verzerrung des aufklärerischen Toleranzprinzip“. Denn dies sieht eigentlich vor, dass freidenkende Individuum vor der Vereinnahmung durch Staat und Religion zu schützen und nicht allen Weltanschauungen Absolution zu erteilen.

„Wenn andere Kulturen nicht kritisiert werden dürfen, kann man die eigene nicht verteidigen.“ Und wo der kritische Diskurs dann an seine Grenzen gerät, weil einige Teilnehmer sich für keinerlei Argumenten offen zeigen, Fakten ignorieren und offenkundig menschenverachtende Ansichten vertreten und der Hybris erlegen sind, Werte wie Freiheit, Gleichheit und Toleranz bei anderen missachten zu dürfen, dann solle sich die offene Gesellschaft mit zivilisierte Verachtung wehren. Weiterlesen

„Mozart – die Omnipräsenz des Komponisten langweilte mich.“

Mozart-Kloepfer

Es ist immer faszinierend, zu erfahren, wie sich der Zeitgeist von Epoche zu Epoche so radikal ändern kann. Bis zur Zeit Mozarts war die Bedeutung des Librettisten einer Oper an höchster Stelle:

„Die Zauberflöte war seinerzeit nicht Mozarts, sondern des Librettisten Emanuel Schikaneders Werk. Nahezu unlesbar findet sich unten auf den Plakaten ihrer Ankündigung der Hinweis auf den Komponisten.“

Das schreibt Inge Kloepfer in ihrem neuen Buch „Die Angst, das Risiko und die Liebe, Momente mit Mozart“, das sie mit dem Dirigenten und Komponisten Omer Meir Wellber geschrieben hat. Das Buch von knapp 130 Seiten erzählt die persönliche Geschichte der Mozart-Erweckung des Dirigenten und ist zudem eine mitreißende Hommage an eine historische Zusammenarbeit zweier kongenialer Köpfe, Mozart und der Librettist Lorenzo Da Ponte, die den Wandel der Rezeptionsgeschichte der Oper einläutete. Einstimmend mit den Autoren beendet man das Buch mit großem Bedauern, dass die geniale Kooperative „nur“ drei Werke umfasst: „Die Hochzeit des Figaro“, „Don Giovanni“ und „Cosi fan tutte“. Doch die enorme Bedeutsamkeit dieser Werke für die Musikgeschichte sind heute über jeden Zweifel erhaben.

Dennoch gesteht Omer Meir Wellber zu Beginn:

„Lange habe ich einen Bogen um Mozarts Werke gemacht. … Seine Harmonien, die Rhythmen, der Klang – all das schien mir bekannt, tausendmal gespielt und gehört. Eine Herausforderung konnte Mozart einfach nicht sein. So dachte ich. Die Omnipräsenz des Komponisten langweilte mich.“ Weiterlesen

Wozu braucht es Verrisse?

Verriss

„Die meisten Bücher, die wir im Quartett hier besprochen haben im Laufe der beinahe 14 Jahre, habe ich von der ersten bis zur letzten Zeile gelesen. In den meisten Fällen war es eine Qual.“

 Marcel Reich-Ranicki

Dazu schreibt Georg Gruber vom Deutschlandfunk:

Er (Marcel Reich-Ranicki, Anm. von mir) war wirklich ein Solitär, …. Nach seinem Tod konnte keiner an seine Stelle treten, der Platz des Literatur- und Kritikerpapstes ist verwaist. Vielleicht ja auch ein gutes Zeichen für eine aufgeklärte Gesellschaft: Die Leser sind wieder zurück geworfen auf sich selbst.“

Was meint das „zurück geworfen auf sich selbst“ angesichts der alljährlichen Masse an Literatur, die uns angeboten wird. Selbst durchbeißen? Hoffen, ganz allein auf die literarische Nadel im Heuhaufen zu treffen? Wo findet sich da eine aufgeklärte Gesellschaft?

Nein, diese abschließende Anmerkung ist wenig durchdacht. Und wenn wirklich ernst gemeint, dann ist sie ein Offenbarungseid für eine Haltung, der man zunehmend in der Gesellschaft begegnet: bloß keinem mit seiner Meinung auf die Füße treten zu wollen. Immer eine Hintertüre offenlassen, falls sich jemand von der wenig begeisterten Kritik oder der höflich vorgetragenen, persönlichen Enttäuschung beleidigt zeigt. Beim Gang durch die Hintertüre ruft heute der „Kritiker“ dann dem Beleidigten zu, dass man sich durchaus seiner Subjektivität bewusst sei und man mit seiner Kritik selbstverständlich niemanden nahelegen wolle, das Buch nicht zu lesen. Jeder soll sich doch bitte selbst ein Urteil bilden. Weiterlesen

Wo viel Licht, ist auch viel Schatten

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Eigentlich ist es müßig, darüber zu spekulieren, wer denn nun das größere Genie war: Thomas Alva Edison (1847 -1931) oder J. P. Morgan (1837 – 1913)? Denn letztlich verdanken wir erst dem Zusammentreffen der beiden den schnellen Durchbruch der Elektrizität und damit einen der entscheidende Treiber des Fortschritts im 20. Jahrhundert. Doch wenn man Anthony McCartens Roman „Licht“, übersetzt von Gabriele Kempf-Allié und Manfred Allié, liest, kommt man am Ende doch nicht an der Fragwürdigkeit vorbei. Denn letztlich war ja doch der noch Unsympathischere, der Cleverere: J. P. Morgan. Doch beide sind exemplarisch dafür, dass ein Genie, welches sich erfolgreich und gefeiert durchsetzt, Gefahr läuft, sich einsam in seinem Größenwahn zu verfangen.

Der dramatische Kampf um die wirtschaftliche Vormachtstellung der Elektrifizierung in den USA ist legendär. Er bietet harten Stoff, aus dem McCarten eine sehr feine Geschichte gemacht hat. Er erzählt uns, wie der von seiner Hybris übermannte Edison, den elektrischen Stuhl entwickelte, um damit auch seine Konkurrenz zu töten und so beitrug, J. P. Morgan zum einflussreichsten Finanzmogul der amerikanischen Geschichte zu machen. Er erzählt uns aber nicht die ganze Geschichte, die einen wirklichen tragischen Helden hatte: Nikola Tesla.

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Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon zu spät? Über das Ende des Homo sapiens.

HomoDeus

Wie verhaftet wir noch im Denken des vergangenen Jahrhunderts sind, entlarvt einmal mehr der grandiose Querdenker Yuval Noah Harari in seinem aktuellem Buch „Homo Deus“, übersetzt von Andreas Wirthensohn. Homo Deus, der Gott Mensch, könnte die Bezeichnung für den Nachkommen des Homo sapiens sein. Die Betonung liegt auf dem Konjunktiv, so wie die gesamte Intention des Buches: „Eine Geschichte von Morgen“.

Wer sich dem Buch widmet, bekommt heftige Denkanstöße zu den großen Fragen des 21. Jahrhunderts:

Was wird mit dem Arbeitsmarkt passieren, wenn künstliche Intelligenz einmal die Menschen bei den meisten kognitiven Aufgaben übertrifft? Welche politischen Auswirkungen wird eine massenhafte neue Klasse von wirtschaftlich nutzlosen Menschen haben? Was wird mit den Beziehungen, den Familien und den Rentenkassen passieren, wenn Nanotechnologie und regenerative Medizin 80 zum neuen 50 macht? Was wird mit der menschlichen Gesellschaft geschehen, wenn die Biotechnologie uns in die Lage versetzt, Designerbabys zu bekommen und für eine beispiellose Kluft zwischen Reich und Arm zu sorgen?

Und über allem schwebt noch die Frage: „was ginge, wenn überhaupt, verloren, wenn man bewusste Intelligenz durch überlegene nicht-bewusste Algorithmen ersetzt?“

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Scheitern auf höchstem Niveau

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Sicher ungewollt lässt Jonas Lüscher in seinem beeindruckenden, ersten Roman „Kraft“ die mir einzig sympathische Figur heftig, wenn auch indirekt unken, was den derzeitigen Hoffnungsträger einer sozialdemokratischen Kanzlerschaft betrifft:

„Nein, ich sage dir, war sich Bertrand sicher, Schröder, das ist doch für eine ganze Generation Deutscher die politische Enttäuschung ihres Lebens. Stell dir vor, man wächst in Deutschland auf und alles, was man kennt, ist dieser Kohl – sechzehn Jahre Kohl. …. Sechzehn Jahre Scham und Pein, und dann kommt Schröder, und es ist, als hätte endlich jemand das Fenster geöffnet und frische Luft hereingelassen. Und dann betrügt er sie, alle … der Genosse der Bosse – …“

Bertrand ist Franzose, intellektuell, privilegiert, reich und ein „unverbesserlicher Linker“. Er hatte seine Dozentenstelle als Professor aufgegeben und sich auf das Weingut seiner Familie zurückgezogen, nachdem er zu der ihn erhellenden Ansicht gelangt war, dass er Teil des französischen Problems der Linken sei. Die französische Linke habe sich nämlich zweier Vergehen schuldig gemacht:

„Sie habe sich nie ernsthaft darum bemüht, das elitistische und neofeudale Ausbildungssystem zu reformieren, …. Zum Zweiten, …, habe sich die Linke schamlos dem Neoliberalismus an die Brust geworfen und damit Verrat geübt an der Arbeiterklasse, indem sie den Begriff des Klassenkampfes für überholt erklärte und damit die Existenz jener, um die sie sich eigentlich zu kümmern habe, geradewegs zu negieren versucht, …“ Weiterlesen