Sara! Mir graut’s vor dir.

BuchtuberJa, die Buchtuberin Sara Bow und einige andere machen das klasse – die machen nämlich Kasse. € 800,– im Monat ist zwar nicht die Welt (mit Lippenstiften verdient man eigentlich besser), aber sie liebt halt Bücher. Da verzichtet man auch mal, wenn es der Sache dient.

Zu diesem Buchtuber Phänomen „Sara Bow & Co.“ hatte die SZ einen Artikel, nein besser ein Portrait veröffentlicht. Sympathisch und beruflich abgeklärt kommt die 21-jährige Bloggerin – also Generation von Ronja von Rönne – rüber. Und zweifellos hat sie digital-ökonomisch alles richtig gemacht. Respekt.

Deshalb hatte nicht nur ich gestern den Artikel auf Facebook gepostet, sondern allein in meinem Kreis auch zehn andere und es gab eine recht rege Reaktion darauf. Der Tenor war – etwas überraschend für mich – recht wohlwollend: Ist doch ok, lass sie doch. Es ist doch gut, wenn die überhaupt Bücher ins Sortiment nimmt. (Sie ist ja eigentlich Mode & Kosmetik Bloggerin) Und überhaupt, wenn es einem nicht gefällt, sollten sich mal die anderen Literatur-Blogger mit ihrer Anspruchshaltung was Besseres einfallen lassen. (Vielleicht so was wie Felix Wegener und Harald Link mit BOOKMARKS?)

„Die machen ja keine Buchkritik, die wollen ja nur empfehlen und verkaufen.“ war auch eine Rechtfertigung. Ähm ja, aber die Qualität der Urteile? Auf diesen Einwand gibt es umgehend eine erschlagende Antwort:

„Wer sagt denn eigentlich, was gute oder schlechte Literatur ist?“

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